Pierre-Art - Über mich

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Meine Anfänge


"Der Schüler zeigt besondere Begabung in Basteln und Werken. "

Diesen Zusatz schrieb mein damaliger Klassenlehrer regelmäßig in mein Zeugnis. Es waren die Anfänge nach dem Krieg, ich war acht oder zehn Jahre alt. In dieser Zeit waren Malblocks und Buntstifte schwer zu beschaffen. Mir kam der Gedanke in der Schule innerhalb der großen Pausen mit den bunten Kreidestücken die ganze Tafel zu bemalen. Die Schultafel war ja riesig, in drei Teilen, zum Klappen. Eine Gelegenheit und Freude für mich zu malen! 
Meer, Strand, Palmen, Elefanten, Vögel und andere Motive. Das waren meine Lieblingsobjekte. Und so bemalte ich immer wieder die große Tafel. Zum Ende der Pause klappte ich schnell die Tafel zu und sagte nichts. "Fritz, komm an die Tafel" sagte der Lehrer, er öffnete sie und meine Malerei kam zu Tage.
Meistens war ich bange, dass es Ärger geben könnte, wenn die bunte Kreide wieder einmal alle war. Mein Lehrer war allerdings sehr nachsichtig mit meinem Kreideverbrauch.

 

Studium und Veränderung


In meinem Studium zur Innenarchitektur befand ich mich im Fach Farben, Formen und Gestalten ganz vorn, in Statik und Buchführung am Schluss. Nach fast zehn Jahren Berufstätigkeit erhielt ich durch Bekannte eine Offerte: Kunstunterricht am Gymnasium in Lippstadt. Nebenberuflich arbeitete ich so zunächst an einem, später an zwei Gymnasien. Mir gefiel das gut und da die Arbeit erfolgreich mit den Schülern verlief, fragte der Schulleiter, ob ich kein Zweit-Studium machen wolle um ganz einzusteigen. Ich belegte im Lehramtsstudium Erziehungswissenschaft, Philosophie und Kunst. 1983 absolvierte ich das Staatsexamen Kunst (Sek. I und Sek. II).
Kurz darauf verunglückte ich und alles wurde anders: 
Nach längerem Krankenhaus-Aufenthalt lernte ich wieder Gehen. Zwei Jahre brauchte ich dazu. Der Gau von Tschernobyl verstärkte meine Absicht von Deutschland wegzugehen. Und zwar dorthin wo es keinen Schnee gibt und ich sicher laufen kann. Und so zog ich mit meinem Hund alleine nach West - Frankreich in eine ländliche Gegend und blieb dort ca. 15 Jahre, wenn auch mit Unterbrechungen. Viele meiner Bilder entstanden dort.

 

Wieder in Deutschland


Nun bin ich hauptamtlich wieder in Deutschland, nach dieser farbigen Robinsonade in Frankreich. Im Jahre 2004 hatte ich mit neuen Arbeiten eine Einzelausstellung in Kampen/Sylt, Kaamp-Hüs mit 23 Arbeiten, 120 x 160 cm. "Pierre im neuen Jahrtausend", dass war der Titel der Präsentation, die im Sommer 2006 mit ebenfalls großformatigen Arbeiten fortgeführt wurde. Die ganze Ausstellung wanderte anschließend in die Sylter Hof Galerie in Morsum, wo meine Arbeiten 2 Jahre zu sehen waren, unter anderem eine Reihe anderer Werke im Format 40x50 cm.

 

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